Der Just-for-fun-Triathlon

Die Sommermonate bieten eine Vielzahl untertschiedlicher Wettbewerbe, denen sich Hobbysportler stellen. Vom Triathlon über den SwimRun bis hin zu den klassischen Open Water Schwimmen gibt es für jedes Leistungs- und Ausdauerniveau den passenden Event. Auch an mir geht die gerade wettkampfintensive Zeit nicht spurlos vorüber. So nutzte ich einen Sprint-Triathlon zur Standortbestimmung, neue Erfahrungen gleich inklusive.

Neufeld-Triathlon

Die Sprintdistanz am schönen Neufeldersee nahm ich bereits zum vierten Mal in Angriff. Die Strecke daher soweit bekannt, neu für mich war, dass ich die Schwimmstrecke kraulend und im Neopren-Anzug absolvieren wollte. Und dass ich aus Heißhunger vor dem Bewerb noch unbedingt die Knabernossi aus dem Startpackage glaubte vertilgen zu müssen. War wohl nicht ganz so clever, da ich mich in der Stunde bis zum Start damit befasste, wie mein Magen während dem Lauf auf diesen Impuls reagieren würde.

swim-bike-run

Die Vorfreude war groß, genauso auch die Aufregung im Vorfeld. Was mich überraschte, da ich den Bewerb doch ohne spezifische Vorbereitung und viel mehr aus meinem aktuellen Just-for-fun-Training in Angriff nehren wollte. Natürlich konnte ich es mir nicht verkneifen, mir meine  Zeiten aus vergangenen Jahren anzusehen. Und da war es dann auch plötzlich wieder, das Zeitziel! Spannend, dass – egal wie das Training im Vorfeld verläuft – ich anscheinend nicht ohne Ziel loslegen kann!

  1. Swim – vom ersten bis zum letzten Armzug war ich weit entfernt von dem, was man gemeinhin Rhythmus nennt. Und so lag die Frage nahe, ob denn das mit dem Schwimmtraining überhaupt Sinn macht bei mir. Zum Glück hat man aber im Zuge eines Sprint-Triathlons alles andere als Zeit, über irgendwas genauer nachzudenken. Meine Schwimmbestzeit in Neufeld unterbot ich trotzdem – danke Neo ;-)!
  2. Bike – noch vor dem Rad kam die Wechselzone. Und da ich mir nicht merken wollte, wo ich mein Bike abgestellt habe, benötigte ich inklusive „Rauswurschteln“ aus dem Neoprenanzug mehr als 3 (!) Minuten, bis ich die nächste Zeitnehmung auslöste. Die 20 km fielen in die Kategorie„Augen-zu-und-durch“ und verliefen bis auf das Gefühl, regelmäßig überholt zu werden, recht unspektakulär. Bis, ja bis 100 Meter vor der Wechselzone. Denn da hinderte mich und mindestens 20 andere Teilnehmer ein Bahnschranken an der Weiterfahrt. Eine völlig skurrile Situation, die ich gleich dazu nutzte, die Radschuhe auszuziehen und Gel und Wasser zu mir zu nehmen. Nach einer gefühlten Ewigkeit ging der Schranken hoch und die Meute setzte sich zeitgleich in Bewegung. Ich schob mein Rad die paar Meter und erreichte so eine deutlich bessere Zeit in der Wechselzone als davor.
  3. Run – die Runde um den See mag ich wirklich sehr, auch wenn sie am Ende immer kein Ende finden will. Hier wird auf den Kilometerausweis verzichtet – möglicherweise deshalb, damit die 300 bis 400 Meter nicht auffallen, die die Athleten zusätzlich zu den 5 km laufen dürfen. Mein Blick galt immer wieder der Uhr und ob sich – trotz der ungewollten Pause – doch noch eine persönliche Bestzeit ausgehen würde. Nein, tat es nicht. Ich war etwas mehr als 2 Minuten drüber – und stolz, zumindest jeden Kilometer unter 6 Minuten gelaufen zu sein.

Resümee

Es war super und ich nach gut 90 Minuten fertig! Aber um die Erfahrung reicher, dass ich durchs Schwimmtraining nicht weit von meiner Bestzeit für einen ganzen Triathlon bin. Der Veranstalter schrieb übrigens allen Teilnehmern, die auf den unplanmäßigen Zug warten mussten, 2 Minuten gut. Es war also doch noch knapper als erwartet. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – nächstes Jahr gibt‘s wieder eine Chance auf Verbesserung!

by Georg

Was sich in meiner Trainingswoche getan hat, entnimmst du wie immer dem TRAININGS-TAGEBUCH. Und – uns interessiert noch immer, welche Ziele du dir setzt, also: TRAG dein ZIEL ein!

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