5 Learnings meines Triathlon-Comebacks

Endlich war es wieder soweit – nach einem Jahr Pause habe ich die Chance genutzt, beim Vienna Triathlon auf der Donauinsel mein Tri-Comeback zu geben. Anfang September, wenn für die meisten (Hobby-)Sportler der Saisonausklang gefeiert wird, genoss ich also meine Rückkehr auf die Triathlon-Wettkampfbühne und die 5 Learnings meines Triathlon-Comebacks.

Meine Gedanken im Vorfeld des Comebacks

Im Kopf hatte ich diesen Bewerb schon länger. Durch das „Lauftraining“ mit meinen beiden Kindern wusste ich, dass die 5 km machbar und auch ohne größere (Knie-)Schmerzen möglich sind. Das endgültige Go für mein Comeback bekam ich von meinem Sportarzt, der nach Durchsicht der neuen MRT-Bilder meinte, dass ein bis zweimal pro Woche 30 Minuten Laufen keine negativen Auswirkungen auf mein Knie haben. (Von einem regelmäßigen Training mit drei bis vier Einheiten in der Woche riet er mir jedoch klar ab.) Nachdem das Wetter auch noch mitspielte – fast war es ein wenig zu warm – ging es mit meinem 4-köpfigen privaten Support-Team an die Südspitze der Donauinsel. Das Gefühl war mulmig. Wie wird es mir gehen? Schwimmen und Radfahren hab ich heuer mehr trainiert als in den Jahren zuvor. Aber Laufen? Das Bisschen als Training zu bezeichnen, wäre ziemlich übertrieben. Und doch sind beim Sprint 5 km in vollem Tempo zu bestreiten. Was wird mein Knie dazu sagen? Und werde ich meine Serie letzter Plätze endlich beenden? (Lies nach bei 5 Gründe die zeigen, dass du Großes geleistet hast! und Zwischen scheißegal und voll enttäuscht.)

Der Start

Beim Start in der Neuen Donau wurden Erinnerungen an meine „Überquerung“ wach – nicht nur positive, wie du dich vielleicht noch erinnern kannst (Augen zu und durch oder: something stupid)! Meine neue Schwimmbrille war diesbezüglich auch nicht sehr hilfreich, da ich einen so klaren Blick im Wasser hatte, den ich mir das ein oder andere Mal gerne erspart hätte. Der Vorteil beim Wettkampf: Ich war diesmal nicht alleine, sondern knapp 220 andere StarterInnen durchpflügten mit mir den Donauarm. Und ich war nicht der Letzte. Schon beim Schwimmausstieg feuerte mich meine Frau mit „Du bist super geschwommen“ an. Von der Zeit her war es okay, trotzdem war ich mir nicht ganz sicher, ob sie mir nur Mut machen wollte. Aber Zeit zum Nachdenken blieb nicht viel – ab in die Wechselzone, raus aus dem Neo, rein in die Radschuhe und weiter ging´s.

Viele Runden auf der Donauinsel

Die zweimal zu absolvierende Runde bis zum Südspitz der Donauinsel war recht unspektakulär – bis auf die Fahrt durch den FKK-Bereich und die Steigung ganz am Ende, die in einer 180 Grad-Kurve endete, welche entweder in die zweite Runde oder wieder in die Wechselzone führte. Bei diesem Anstieg versammelten sich viele Zuschauer und auch mein persönlicher Fanclub, der durch unsere Nachbarn noch zusätzliche Verstärkung fand. Gepusht durch den Support überholte ich am Ende der ersten Runde im Wiegeschritt fahrend einige an dieser Stelle (mein kleines Tour-de-France-Erlebnis). Da der Bergauf-Zwischenspurt etliches an Kraft kostete, war ich nach wenigen 100 Metern aber wieder genau hinter diesen Bikern. Egal, es war trotzdem ein geiles Gefühl. Und für den Anstieg in Runde 2 war klar – nur langsam rauflaufen, sonst wird das nix mit der Laufperformance.

Auch der zweite Wechsel verlief reibungslos und der für mich spannendste Teil begann. Die 2,5 km-Schleife hatte viel zu bieten, da sehr abwechslungsreich – sowohl was den Untergrund betrifft als auch die vielen Kurven, bei denen mein Fanclub an unterschiedlichen Stellen sein Bestes gab, um mich rasch ins Ziel zu bringen. Meine Töchter versuchten an allen möglichen und unmöglichen Stellen mit mir einzuschlagen und meine Frau fragte bei jedem Blickkontakt nach meinem Knie. Zum Glück konnte ich ihr immer signalisieren, dass alles bestens ist. Dass ich den Sprinttriathlon in 1:26:51 finishe und in 29:59 meinen 5 km-Lauf, war echt ein sehr erfreulicher Schlussstrich unter mein Triathlonjahr 2018 und ein gelungenes Comeback!

Doch was nehm ich aus diesem Comeback für mich an Erkenntnissen mit?

  1. Kürzere Einheiten sind auch im Wettkampftempo möglich!
  2. Auch wenn meine Bestzeit auf 5 km über 3 Minuten schneller ist (jedoch ohne Schwimmen und Radfahren davor) – für KEIN Lauftraining seit Februar ist das für mich persönlich spitze. Und – ja Christoph, du hast es immer gepredigt – viel alternatives Training kompensiert Lauftraining!
  3. An Bewerben teilzunehmen macht mir irrsinnig viel Spaß und spornt mich an. Im Gegensatz zu den letzten Schwimmbewerben macht die größere Teilnehmerzahl doch einen Unterschied!
  4. Eine geringe Erwartungshaltung hat mich diesen Triathlon wirklich genießen lassen! Ich hab`s für mich gemacht und wäre mit egal welcher Zeit zufrieden gewesen.
  5. Der Support meiner Familie und Freunde hat mich speziell bei diesem Wettkampf extrem gefreut und beflügelt! Also, wenn es sich machen lässt, dann pack zu deinen Sportsachen auch noch deine Familie und Freunde dazu und ich bin mir sicher, dieser Extrakick macht dich schneller!

Was die Woche sonst noch Sportliches gebracht hat, wie immer nachzulesen im TRAININGS-TAGEBUCH!

by Georg

Wir haben noch einen Wunsch an dich: Wenn dir der Blog gefallen hat, dann leite ihn deinem Umfeld weiter. Wir freuen uns auch auf deine Kommentare, abonniere den GO FOR IT – Blog und: TRAG dein ZIEL ein!

2 Comments

  1. Ich möchte mich „post festum“ noch dem persönlichen Fanclub anschließen: Freue mich mit, wenn etwas zur Zufriedenheit gelungen ist und gratuliere herzlich dazu!

    P.S.: Und über go-for-it erfahre ich auch ein wenig, was dich bewegt 😉

    Marianne

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*