Die Magie eines Großevents

Ende Mai findet alljährlich in St. Pölten der 70.3 Ironman auf der Halbdistanz statt. Also 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und zum Drüberstreuen ein Halbmarathon. Als Hobbytriathlet schielt man ja immer zur nächstlängeren Distanz. Und nach der Sprint- und Olympischen Distanz folgt nun einmal die Halbdistanz. Hatte ich in den letzten Jahren diese Veranstaltung eher aus der TV-Perspektive wahrgenommen, so änderte sich dies im heurigen Jahr durch eine Whatsapp-Nachricht.

Wettkampftaxi

Die Nachricht war kurz. Ob ich am 26.5. zeitig in der Früh nichts Besseres vorhätte, als ihn nach St. Pölten zum Triathlon zu bringen, fragte mein Nachbar. Klar hatte ich etwas Besseres vor, wie jeder andere Mensch auch zwischen vier und fünf Uhr am Morgen. Doch nachdem wir uns in unserer Nachbar- bzw. Freundschaft gegenseitig unterstützen und es mich auch reizte, eine Triathlonveranstaltung dieser Größenordnung einmal live mitzuerleben, sagte ich gerne zu.

Morning has broken

Die knapp einstündige Fahrt war geprägt von Müdigkeit und Nervosität – aufgeteilt auf uns beide. Ich übernahm die Müdigkeit, mein Nachbar die Nervosität. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – verging die Anreise wie im Flug und am Wettkampfgelände angekommen, verabschiedete sich Wolfgang für eine Stunde in die Wechselzone. Ich nutzte die Zeit zu einem Morgenlauf am Wettkampfgelände und erkundete so die beiden Seen inkl. Landgang für die Schwimmdistanz, die Wechselzone, Teile der Laufstrecke sowie die Finish-Line. Trotz der unchristlichen Zeit von 5:30 Uhr war bereits verdammt viel los. Die Anspannung war den Athleten ins Gesicht geschrieben.

Achtung: Ansteckungsgefahr

Es fasznierte mich, den Sportlern bei den Vorbereitungen zuzusehen. Die Moderatoren gaben ihr Bestes, um aus einer Mischung aus Infotainment und Musik den Sportlern Energie zu geben. Bevor die ersten Athleten ins Wasser hechteten, wurde der emotionale Höhepunkt erreicht: das Abspielen der Bundeshymne. Spätestens jetzt wussten alle, dass sie nicht am Start irgendeines 08/15 Bewerbs standen. Und die Teilnehmer? Alles Menschen wie du und ich, die hier und jetzt zeigen wollten, ob sie ihr persönliches Ziel erreichen oder sich sogar einen Traum erfüllen konnten. In den nächsten Stunden zeigte sich, ob sich – für Athleten aber vor allem auch für deren Familien – der Aufwand der letzten Wochen und Monate tatsächlich gelohnt hatte.

Nachdem es sich um Menschen wie dich und mich handelte, lag die Frage nahe, ob das auch was für dich oder mich wäre. Diese Frage kannst du für dich selbst beantworten. Für mich persönlich strahlt eine Veranstaltung dieser Art eine unglaubliche Energie aus und ich nahm immer lauter werdendes Interesse in mir wahr, an so einem Event teilzunehmen. Nein – ich hab aber nun nicht mein Ziel für 2020 gefunden. Jetzt arbeite ich erstmal an meiner Schwimmtechnik weiter. Aber ausschließen möchte ich den Start an einer Halbdistanz nicht!

by Georg

Was sich in meiner Trainingswoche getan hat, entnimmst du wie immer dem TRAININGS-TAGEBUCH. Und – uns interessiert noch immer, welche Ziele du dir setzt, also: TRAG dein ZIEL ein!

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