Die Mischung macht’s!

Wie du als aufmerksamer Leser dieses Blogs wahrscheinlich weißt, hat sich mein Trainingsfokus durch meine Knieverletzung vom Laufen hin zum Schwimmen verändert. Eine Änderung, der ich mittlerweile viel Positives abgewinnen kann, auch wenn sich die „Erfolge“ im Wasser noch langsamer einstellen als im Trockenen. Letzte Woche war es jedoch wieder an der Zeit, eine läuferische Standortbestimmung vorzunehmen. Plane ich für heuer doch die Teilnahme an Swimruns und Triathlons. Und was ich aus dieser Einheit mitnahm, war: Die Mischung macht’s!

Wenn der Zufall Regie führt

Geplant war dieser „Härtetest“ nicht wirklich. Vielmehr wollte ich erstmals seit über einem Jahr wieder an einem 10 Kilometer-Lauf  starten. Die Termine des Dienstreisetages waren geschafft und bis zum Einbruch der Dunkelheit blieb eine gute Stunde. Also machte ich mich anfangs gemütlich auf den Weg. Wie immer geisterte mir die Frage durch den Kopf, ob ich heute mein Knie spüren würde oder nicht. Doch diese Gedanken verflogen bald. Mittlerweile knapp 5 km vom Hotel entfernt wusste ich, dass es heute im wahrsten Sinne des Wortes „läuft“ und dass der 10er fällt. Angetrieben durch diese Tatsache und mit dem Wissen, dass ich auf dem Rückweg entlang der Dornbirner Ache flussabwärts keine „Höhenmeter“ mehr zu erwarten hatte, wollte ich es wissen: Welche Zeit habe ich auf einen Kilometer drauf. Also aufs Tempo drücken. Und siehe da – unter 5 Minuten und 40 Sekunden war möglich! Nun blieb die Frage offen: Was schaff ich auf den nächsten Kilometer? Du kannst dir vorstellen, wie es weiter ging. Meine Beine trieben mich den zweiten 5er (am Ende in 27:40) retour mit dem Ziel, den 10er unter einer Stunde zu laufen. Am Ende standen 1:00:06 auf meiner Uhr und ein breiter Grinser in meinem Gesicht!

Meine Learnings – und vielleicht auch welche für dich

In Anbetracht der völlig mangelhaften Vorbereitung auf den Lauf (in der Früh Schwimmen und danach den ganzen Tag Termine), dem ersten 5er „just for fun“ und einer „Gesamtlaufstrecke“ von genau 100 km von 1.12.-31.3. bin ich mehr als happy. Zum Vergleich liegen meine Bestzeiten auf 5 km bei 26:47 und auf 10 km bei 54:59 – diese erreichte ich jedoch mit 100 % Fokus aufs Laufen. Ich werde in den kommenden Monaten definitiv wieder mehr Zeit dem Laufen widmen – jedoch mit spezifischen Einheiten, um mein Knie nicht zu sehr zu reizen. Im Idealfall schaff ich ein ausgewogenes Verhältnis aus Stabi, Schwimmen, Laufen und Radfahren. Das wäre zumindest der Plan – und so stünde erfolgreichen Bewerben 2019 nichts mehr im Wege!

DIE Erkenntnis aus diesem Lauf:

Ich spüre erstmals, wie stark sich alternatives Training aufs Laufen auswirkt. Dessen war ich mir nie bewusst. Wie auch, verlief mein Training ja auch immer sehr einseitig. Hätte ich den guten Rat erfahrener Läuferkollegen von Beginn an beherzigt, neben dem Laufen auch Stabi-Training sowie andere Sportarten miteinzubauen, wäre ich heute läuferisch definitiv weiter und mein Knie wohl „besser drauf“! Ein eher einseitiger (Lauf-)Fokus fällt mir auch sehr häufig in Facebook-Gruppen auf. Klar lässt sich sehr einfach messen, wer die meisten Kilometer in der kürzesten Zeit absolviert hat. Nur – ist DAS wirklich das Ziel? Oder willst du nicht auch lieber rundum fit, stark und leistungsfähig sein? Beantworte die Frage für dich selbst! Für mich gilt ganz klar: AUF DIE MISCHUNG KOMMT ES AN! Go for it!

by Georg

Was sich neben meinem 10er in meiner Trainingswoche noch so getan hat, entnimmst du wie immer dem TRAININGS-TAGEBUCH. Und uns interessiert noch immer, welche Ziele du dir setzt, also: TRAG dein ZIEL ein!

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