Perspektivenwechsel Nightrun

Endlich sind auch heuer die Temperaturen gestiegen. Jetzt stellt sich wie jedes Jahr die Frage, zu welcher Tageszeit  (Outdoor-)Sport am meisten Sinn macht! Mit dieser Frage konfrontiert, sah ich mich heuer just am Tag des Champions League-Finales. In der „Vor-Pay-TV-Ära“ immer ein Fixpunkt im Terminkalender war das – Fussball-Fan hin oder her – heuer anders. Ich musste nicht mehr zur Live-Spielzeit vor dem Fernseher ausharren. Die Prioritäten  haben sich über die Jahre verändert – Stichwort Familie bzw. selbst aktiver sporteln –  und so war es Zeit für einen Perspektivenwechsel.

Nightrun statt Fernsehabend!

Nur warum? 1. hatte ich keine Lust ein einmonatiges Gratis-Abo eines Pay-TV-Senders abzuschließen, nur um das Spiel sehen zu können, 2. wusste ich, dass sich am Sonntag keine Laufeinheit ausgehen würde, 3. war mein Riecher ohnehin gut und das Spiel eines der Sorte: besser nicht gesehen und das wichtigste 4. hatte ich plötzlich Lust drauf. Und so schnürte ich um 21 Uhr meine Laufschuhe und war dann mal weg.

Perspektivenwechsel – eine super Idee!

Motiviert und happy, dass ich mich doch noch dazu aufgerafft hatte, lief ich bei noch ausreichend „Tages”licht in Richtung Weinberge. Die herrlich angenehme Abendtemperatur zeigte mir gleich, dass es die richtige Entscheidung war. Auch wenn das Licht sich langsam verdunkelte. Zum Glück war mir die Strecke gut bekannt; dennoch bot sie mir die ein oder andere Überraschung.

Durch die einbrechende Dunkelheit mussten sich meine Sinne neu orientieren. Zwar noch ausreichend, aber doch deutlich weniger sehen, dafür mehr hören und riechen. Endlich bei den Weinbergen angekommen, fehlte es dann auch an Straßenbeleuchtung. Und so lag das beleuchtete Wien vor mir – und strahlte eine unglaubliche Ruhe aus. Diese wurde jäh durch ein meinen Weg kreuzendes Reh unterbrochen. Es war mindestens genauso überrascht von der Begegnung wie ich – nach einem kurzen Blick in meine Augen entschied sich das Tier wieder umzukehren und ich setzte meinen Lauf, den ich immer spannender fand, fort. Der Weg retour in die Zivilisation gestaltete sich dann doch recht dunkel und so war ich auch wieder froh, als ich auf beleuchteten Pfaden zu Hause ankam.

Mein Fazit

Auch wenn du eine Laufrunde gut kennst – andere Uhrzeiten bzw. Wetterbedingungen lassen Bekanntes in neuem Licht erscheinen – und so wird aus langweilig rasch wieder aufregend. Es gibt keine schlechte Zeit, um Laufen zu gehen – vielmehr stellt sich die Frage, überhaupt zu gehen. Hielt ich mich bislang für einen Morgenläufer, so konnte ich diesem „nächtlichen“ Ausflug sehr viel Positives abgewinnen. Klar ist jedoch auch, dass an Schlaf nicht gleich zu denken war – und so verfolgte ich die letzten Minuten des Champions League-Finales am Live-Ticker und freute mich für Liverpool und Jürgen Klopp’s Mentalitätsgiganten. Dazu mehr in: Werde auch du zum Mentalitätsgiganten.

by Georg

Was sich in meiner Trainingswoche getan hat, entnimmst du wie immer dem TRAININGS-TAGEBUCH. Und – uns interessiert noch immer, welche Ziele du dir setzt, also: TRAG dein ZIEL ein!

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